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Komposter

Richtlinien zur Förderung der Eigenkompostierung:

1.

Der Neukauf eines geschlossenen Komposters aus Recyclingkunststoff wird seitens der Gemeinde Grünwald bezuschusst. Die Förderung beträgt 60% des Kaufpreises, d.h. maximal 40,-- € für Komposter aus Altkunststoff!

2.

Die Anzahl der bezuschussungsfähigen Komposter richtet sich nach der Grundstücksgröße: 1 St. bis 500m², 2 St. ab 500m², 3 St. ab 1000m².

3.

Größere Kompostiereinrichtungen (Gemeinschaftskompostieranlagen) mit höheren Aufwendungen werden nach vorheriger Abstimmung mit der Gemeinde mit 60% des Kaufpreises, maximal 255,65 € bezuschusst.

4.

Antragsteller/ -innen, die bereits bei bisherigen Komposteraktionen das ihnen zustehende Kontingent ausgeschöpft haben (1 St. bis 500m², 2 St. ab 500m², 3 St. ab 1000m²), können eine weitere Zuschussförderung erst nach frühestens fünf Jahren wieder beantragen (altersbedingte Erneuerung).

5.

Als Antragsberechtigte gelten Grundstückseigentümer bzw. deren Bevollmächtigte von in der Regel nicht gewerblich genutzten Grundstücken der Gemeinde Grünwald. Die Förderung ist nur unter Einreichung eines bei der Gemeinde Grünwald erhältlichen Zuschussantrages und des Original-Rechnungsbeleges möglich. Der Kompostertyp muss aus den eingereichten Unterlagen ersichtlich sein.

6.

Auf eine Förderung besteht kein Rechtsanspruch. Die Gemeinde vergibt Zuschüsse nach den o.g. Bedingungen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und in der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Unterlagen.

Wie entsteht guter Kompost?
Die Rotte ist ein biologischer Vorgang, bei dem Mikroorganismen die organische Substanz der Ausgangsstoffe zu wertvoller Komposterde abbauen. Grundsätzlich können fast alle organischen Stoffe bei optimalen Lebensbedingungen zu Komposterde abgebaut werden. Damit dieser Prozess möglichst schnell und geruchlos vor sich geht, ist auf einen optimalen Luft- und Wassergehalt des Komposters zu achten.

Luftzufuhr im Kompost
Der Rottevorgang braucht Sauerstoff. Die Belüftung des Kompostes erfolgt in erster Linie durch lockeres Aufschichten des Sammelgutes, also am wirkungsvollsten durch die Zugabe von Häckselgut oder sonstigem sperrigen Material (Karton, Knüllpapier, alte Zeitung).
Um eine gute Belüftung auch von unten sicherzustellen, stellt man am Boden des Kompostbehälters mit einer Schicht aus querliegenden Ästen eine Drainage her. Dadurch kann überschüssiges Wasser leicht abfließen und für Luftzufuhr ist gesorgt.
Zudem verbessert sich die Belüftung des Kompostmaterials, indem man von Zeit zu Zeit mit der Grabgabel das Material vermischt.

Feuchtigkeit im Kompost
Der Kompost sollte weder zu feucht noch zu trocken sein. Ist zuviel Wasser vorhanden, so führt dies zu Sauerstoffmangel, da das Wasser die Luft aus den Poren verdrängt. Die Folge davon sind Gärungsvorgänge, die mit unangenehmen Gerüchen verbunden sind.Da die Rotteorganismen aber Wasser zum Leben brauchen, muss trotzdem für ausreichende Feuchtigkeit gesorgt werden. Durch einen einfachen Test können Sie prüfen, wie nass Ihr Kompost ist. Pressen Sie etwas Kompost in der Hand zusammen. Fühlt sich das Material zwar feucht an, ohne dass sich aber Wasser auspressen lässt, dann befindet sich der Kompost in optimalem Zustand. Ist er zu trocken, sollten Sie nachwässern.

Wie lassen sich Geruchsprobleme vermeiden?
Umsetzen - dadurch belüften Sie den Kompost und fördern die sauerstoffliebenden Mikroorganismen. Der geruchsintensive Gärungsprozess wird gestoppt.
Gras antrocknen lassen - dicke Schichten aus frischgemähtem Rasenschnitt sind häufig die Ursache für unangenehme Gerüche des Kompostes. Deshalb sollten Sie holziges, stickstoffarmes Material untermischen bzw. nur angetrocknetes Gras in dünnen Schichten zum Kompost geben.
Häckselgut untermischen - dies lockert das Kompostmaterial. Geruchsbindende Zusätze - Kalk, Urgesteinsmehl und Kalkstickstoff - können zur Geruchsbindung beitragen. Bei richtiger Mischung und Schichtung des Materials kann jedoch darauf verzichtet werden.

Unerwünschte Gäste:

  • Fliegen: Abdecken des frischen Materials (vor allem Obst) durch Erde oder Überpudern mit Steinmehl dämmt die Belästigung durch Fliegen weitgehend ein.
  • Mäuse und Ratten: Sie werden unter anderem durch den Geruch angelockt. Um dies zu vermeiden, dürfen gekochte, vor allem aber fleischhaltige Essensreste nicht auf den Kompost. Den Mäusen muss der Zutritt vom Boden her dadurch versperrt werden, dass Sie den Behälter auf ein dichtmaschiges, stabiles Drahtgitter stellen.
  • Füchse: Um das Nahrungsangebot für Füchse einzudämmen, muss der Kompostbehälter mit einem Deckel ausgestattet sein.

Das sollten Sie noch wissen:

Zur Kompostierung sind

geeignet

ungeeignet

Küchen- und Haushaltsabfälle wie

- gekochte Speisereste

- Obst oder Gemüsereste

- Milchprodukte

- Kaffeefilter, Teebeutel, Eierschalen

- Fisch, Fleisch, Wurst, Knochen

- Schalen von Zitrusfrüchten

- verschmutztes Küchenpapier

- Glas, Metalle, Kunststoffe

- Haare, Federn

- Windeln, Staubsaugerbeutel

- Zeitungen und Pappe in geringen

- Katzenstreu, Vogelsand

Mengen

- Problemabfälle wie Batterien, Farbe,

Gartenabfälle

Lacke und Chemikalien

- Laub, Blumen

- Kohle-, Holzasche

- Baum- und Strauchschnitt

(zerkleinert oder gehäckselt)

- Buntdruckpapier,

- Rasenschnitt (angewelkt)

- beschichtetes Papier

  • Komposter an einem halbschattigen Ort (z.B. unter Holunder) aufstellen
  • organisches Material aus Küche und Garten gut durchmischen
  • Kompost öfters lockern (z.B. mit Besenstiel oder Grabgabel)
  • mindestens 1 x im Jahr umsetzen
  • je nach Jahreszeit Kompost abdecken oder bei Bedarf wässern
  • zwei Schaufeln vom letztjährigen Kompost impfen das frische Material mit den notwendigen Organismen und beschleunigen die Rotte

Verwendung - sparsam im Garten als Dünger!

Eine jährliche Kompostdüngung von 2 - 3 l/m² ( = 2 - 3 mm) reicht aus, den Phosphat- und Kalibedarf der Pflanzen voll abzudecken. Auf Rasenflächen genügen 1 - 2 l / m² (= 1 - 2 mm) Kompost. Bei dieser Kompostmenge darf kein Phosphat oder Kali zusätzlich gedüngt werden. Um Nährstoffauswaschungen zu verhindern, sollte Kompost erst im Frühjahr (ca. 4 - 6 Wochen vor Kulturbeginn) ausgebracht werden.
 

Hier können Sie den Antrag auf Gewährung eines Zuschusses zur Anschaffung eines Kompostbehälters mit Deckel herunterladen.

Umweltamt

Rathausstraße 3, 82031 Grünwald
Hausanschrift: Dr.-Max-Straße 4

089 64162-414
089 64162-4414